Rückstausicherung für Gebäude in Konstanz

Welche Rückstausicherung für ein Gebäude in Konstanz oder im Landkreis Konstanz die richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jedes Gebäude hat eigene Voraussetzungen: die Höhe der Rückstauebene im Verhältnis zum Straßenniveau, die Art des anfallenden Abwassers, die Nutzung der unterhalb der Rückstauebene liegenden Räume und die vorhandenen Entwässerungsstellen. Ein Fachbetrieb muss diese Gegebenheiten vor Ort erfassen, bevor eine Schutzmaßnahme geplant werden kann.

Die nachfolgende Übersicht nennt die Punkte, die für die Auswahl und Planung einer Rückstausicherung maßgeblich sind. Sie dient der Vorbereitung auf ein Fachgespräch – nicht als Entscheidungsgrundlage für eine eigenständige Auswahl.

Was vor der Planung zu klären ist

Gebäude und Standort

Entwässerungsstellen und Abwasserart

Bestehende Anlagen und frühere Schäden

Zugänglichkeit und bauliche Gegebenheiten

Technische Infrastruktur

Planungsumfang

Hinweis: Die geeignete Schutzmaßnahme kann nicht allein anhand eines Fotos oder der Bezeichnung »Kellerablauf« bestimmt werden. Eine persönliche Begutachtung der örtlichen Gegebenheiten durch einen Fachbetrieb ist unerlässlich.
Sicherheitshinweis: Eine Rückstausicherung schützt nicht automatisch vor eindringendem Oberflächenwasser über Türen, Fenster, Lichtschächte oder das Gelände. Gegen Oberflächenwasser, Hangwasser oder Starkregen, der oberirdisch eindringt, sind ergänzende bauliche Maßnahmen erforderlich.

Mögliche Schutzmaßnahmen

Je nach den vor Ort ermittelten Gegebenheiten kommen grundsätzlich drei Schutzstrategien in Betracht. Welche davon für ein konkretes Gebäude die richtige ist, muss der Fachbetrieb anhand der örtlichen Prüfung entscheiden.

Rückstauverschluss / Rückstauklappe

Ein selbsttätig schließender Verschluss in der Grundleitung oder an einzelnen Ablaufstellen. Geeignet, wenn die technischen Voraussetzungen stimmen, die Abwasserart kompatibel ist und die Nutzungseinschränkung während eines Rückstauereignisses akzeptiert werden kann.

Typischer Anwendungsfall: fäkalienfreies Abwasser aus Kellerräumen, die während eines Rückstaus nicht genutzt werden müssen.

Abwasserhebeanlage

Eine Hebeanlage sammelt das Abwasser in einem Behälter und pumpt es über die Rückstauebene. Notwendig, wenn das Abwasser über die Rückstauebene gehoben werden muss, eine Nutzung der Entwässerungsstellen während eines Rückstauereignisses erforderlich ist oder fäkalienhaltiges Abwasser anfällt.

Typischer Anwendungsfall: Souterrainwohnungen, gewerblich genutzte Kellerräume oder Ablaufstellen mit fäkalienhaltigem Abwasser.

Kombination oder bauliche Anpassung

Bei mehreren Entwässerungszonen, unterschiedlichen Abwasserarten oder wenn Teilbereiche bereits geschützt sind, kann eine Kombination aus Rückstauverschlüssen und Hebeanlagen sinnvoll sein. Auch bauliche Anpassungen wie das Trennen von Abwasserströmen können Teil der Lösung sein.

Typischer Anwendungsfall: gemischte Nutzung mit mehreren getrennten Entwässerungsbereichen unterhalb der Rückstauebene.

Hinweis: Ob ein Rückstauverschluss, eine Hebeanlage oder eine Kombination geeignet ist, muss anhand der Entwässerungsplanung, der Nutzung und der Abwasserart entschieden werden. Die Entscheidung trifft der Fachbetrieb nach örtlicher Prüfung.
Vermittlungsplattform: Diese Website ist eine Vermittlungsplattform. Wir sind kein ausführender Betrieb und erbringen selbst keine handwerklichen Leistungen. Planung, Installation, Prüfung und Inbetriebnahme von Rückstausicherungen erfolgen ausschließlich durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Wir vermitteln Ihre Anfrage an einen geeigneten Fachbetrieb im Raum Konstanz und Landkreis Konstanz.
Rückstausicherung anfragen